Welche Kartenprojektion passt zu dir?
Jede Weltkarte ist ein Kompromiss: Die Erde ist eine Kugel, das Papier ist flach. Eine Projektion legt fest, was dabei verzerrt wird – Flächen, Winkel, Entfernungen oder die Form. Keine Karte kann alles gleichzeitig richtig zeigen.
Mercator – gut für Seefahrt, schlecht für Größenvergleiche
Die Mercator-Projektion (1569) ist winkeltreu: Kurse lassen sich als gerade Linien einzeichnen, deshalb war sie für die Navigation ideal. Der Preis: Zu den Polen hin werden Flächen stark vergrößert. Grönland wirkt etwa so groß wie Afrika – tatsächlich ist Afrika rund 14-mal größer.
Flächentreue Projektionen – ehrliche Größenverhältnisse
Bei flächentreuen Karten stimmen die Größenverhältnisse aller Länder und Kontinente. - Equal Earth (2018): modern, ruhige Kontinentformen, gut lesbar – unser Favorit für Weltkarten. - Eckert IV: klassische flächentreue Karte mit abgerundeten Seiten.
Kompromiss-Projektionen – ausgewogen
- Robinson (1963) und Winkel-Tripel verzerren Flächen, Winkel und Entfernungen jeweils ein wenig, aber nichts extrem. Sie wirken vertraut und harmonisch.
Besondere Blickwinkel
- Spilhaus: zeigt die Weltmeere als ein zusammenhängendes Ganzes.
- Polare Azimutalprojektion: die Welt vom Nord- oder Südpol aus gesehen.
- Süden oben oder Pazifik in der Mitte: gleiche Erde, neue Perspektive – ein schöner Gesprächsanlass an der Wand.
Welche passt zu dir?
- Für Kinderzimmer, Schule und alle, die Größen richtig vergleichen wollen: Equal Earth.
- Für einen klassischen, eleganten Look: Robinson oder Winkel-Tripel.
- Für Meer- und Segelfans: Spilhaus oder eine Ozeankarte.